Energetische Auslegung ISO 50001 · Verfahrensanweisung · Sofort-Download
Energetische Auslegung ISO 50001: Effizienz und betriebliche Steuerung schon in der Planung neuer, veränderter und renovierter Anlagen berücksichtigen
Word-Verfahrensanweisung nach ISO 50001:2018, 8.2 und A.8.2, mit Prozessstammblatt, Relevanzprüfung, Variantenvergleich über die Nutzungsdauer, Mess- und Steuerungskonzept, Mindestinhalten und Prüffragen für typische Anlagen
Nach Kapitel 8.2 der ISO 50001:2018 berücksichtigt die Organisation bei der Auslegung neuer, veränderter und renovierter Anlagen, Einrichtungen, Systeme und Energie nutzender Prozesse mit wesentlichem Einfluss Verbesserungsmöglichkeiten der energiebezogenen Leistung und die betriebliche Steuerung über die Nutzungsdauer. Die Ergebnisse fließen, wo zutreffend, in Spezifikation und Beschaffung ein. In der Planungsphase lassen sich Effizienzpotenziale am kostengünstigsten erschließen. Diese Verfahrensanweisung für die Energetische Auslegung ISO 50001 regelt das Vorgehen in fünf Schritten: Auslegungsrelevanz prüfen, Ausgangslage erheben, Varianten entwickeln und bewerten, Betriebskriterien und Messung einplanen sowie entscheiden, spezifizieren und dokumentieren. Relevanzkriterien mit Beispielen, sechs Bewertungskriterien für den Variantenvergleich und die Wirtschaftlichkeit über Lebenszykluskosten oder Kapitalwert nach DIN EN 17463 machen das Verfahren praxisnah. Klimabezogene Aspekte, die Kontrolle nach Inbetriebnahme, ein Auditfokus, Mindestinhalte einer energetischen Auslegung und Prüffragen für Druckluft, Kälte, Lüftung, Antriebe, Beleuchtung, Prozesswärme und Gebäude ergänzen die Vorlage.
| Relevanz früh prüfen Kriterien für Projekte mit wesentlichem Einfluss auf die energiebezogene Leistung |
Mindestens zwei Varianten Energiebedarf, Teillast, Energieart und Wirtschaftlichkeit über die Nutzungsdauer |
| Steuerung mitplanen Betriebskriterien, Zählerkonzept, Regelungsstrategie und Einweisung |
Prüffragen im Anhang Für Druckluft, Kälte, Lüftung, Antriebe, Beleuchtung, Prozesswärme und Gebäude |
Inhalte der Verfahrensanweisung
- Prozessstammblatt mit Prozesseigner, Normbezug, Turnus, Ergebnis und Prozessablauf im Überblick
- Messgrößen der Prozessleistung, mitgeltende Unterlagen und Abkürzungen
- Ziel und Zweck mit Zuordnung der Anforderungen aus 8.2, 5.2 g) und A.8.2 sowie Abgrenzung zu Beschaffung
- Geltungsbereich von Neubau und Sanierung bis zu Produktionslinien, technischen Systemen und Stilllegungen
- Verantwortlichkeiten als Matrix sowie Begriffe mit Hinweis zur Norm
- Prüfung der Auslegungsrelevanz und Erhebung von Ausgangslage und Anforderungen
- Varianten entwickeln und bewerten mit Kriterien, Wirtschaftlichkeit und klimabezogenen Aspekten
- Betriebliche Steuerung und Messung einplanen sowie Entscheidung und Übergabe in Spezifikation und Beschaffung
- Dokumentation der Auslegung, Kontrolle nach Inbetriebnahme und Qualifikation
- Dokumentierte Information, Überwachung, Auditfokus, Anhang A Mindestinhalte, Anhang B Prüffragen und Änderungshistorie
Normbezug ISO 50001:2018
| Abschnitt | Umsetzung in der Verfahrensanweisung |
|---|---|
| 8.2, Abs. 1 | Verbesserungsmöglichkeiten und betriebliche Steuerung bei der Auslegung über die Nutzungsdauer berücksichtigen |
| 8.2, Abs. 2 | Ergebnisse in Spezifikation, Auslegung und Beschaffung einbeziehen |
| 8.2, Abs. 3 | Dokumentierte Information zu Auslegungstätigkeiten aufbewahren |
| 5.2 g) | Energiepolitik unterstützt auslegungsbezogene Tätigkeiten zur Verbesserung |
| A.8.2 | Verbesserte Technologien, Verfahren und alternative Energiearten in Betracht ziehen |
| 8.1 und 6.6 | Betriebskriterien und Messkonzept für künftige SEU festlegen |
Für wen ist die Verfahrensanweisung geeignet?
Für Projektleitungen, Technik, Planer und Energiemanagementbeauftragte, die
- Investitionen und Umbauten systematisch auf Energieeffizienz prüfen wollen,
- Varianten nachvollziehbar über Lebenszykluskosten oder Kapitalwert vergleichen möchten,
- Betriebskriterien und Zählerkonzepte schon in der Planung festlegen wollen.
Zu Planung, Beschaffung und Energiemanagement finden Sie passende Unterlagen in unserer Kategorie Schulungen & Präsentationen.
Häufige Fragen
Wann ist ein Projekt auslegungsrelevant?
Wenn es einen SEU betrifft oder neu schafft, Energieverbrauch oder Lastprofil relevant verändert, Mess-, Steuer- oder Regelungstechnik für Energieflüsse betrifft oder eine festgelegte Investitionsgrenze mit Energiebezug überschreitet. Das Ergebnis wird im Formblatt festgehalten.
Ist eine Lebenszyklusanalyse erforderlich?
Nein. Nach Anhang A.8.2 erfordert die Betrachtung über die Nutzungsdauer weder eine Lebenszyklusanalyse noch ein Lebenszyklusmanagement. Die Vorlage setzt auf eine nachvollziehbare, dem Projekt angemessene Bewertung über Lebenszykluskosten oder Kapitalwert.
Was passiert, wenn die effizienteste Variante nicht gewählt wird?
Die Abweichung wird sachlich begründet und dokumentiert. Bei SEU-Bezug nimmt der Energiemanagementbeauftragte Stellung, oberhalb einer festgelegten Wertgrenze entscheidet die Geschäftsführung.
Sind die mitgeltenden Unterlagen enthalten?
Nein. Die genannten Verfahrensanweisungen, die Energie- und Klimapolitik, das Formblatt Energieeffizienzprüfung, Excel-Tools wie Lebenszykluskostenanalyse und VALERI-Investitionsbewertung, die Arbeitsanweisung, die Checkliste und die Schulungspräsentation gehören nicht zu diesem Download. Sie sind im ISO 50001:2018 Dokumentenpaket enthalten.
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