Fremdkörpermanagement nach IFS Food risikobasiert steuern
Mit der Verfahrensanweisung Fremdkörpermanagement IFS Food schaffen Sie ein übergeordnetes, risikobasiertes Verfahren zur Vermeidung von Fremdmaterialkontaminationen und zum sicheren Umgang mit Chemikalien im Lebensmittelbetrieb. Die VA-4-21 bildet den gemeinsamen Rahmen für die Identifikation potenzieller Kontaminationsquellen, deren Bewertung und die Festlegung geeigneter Kontrollmaßnahmen.
Die Vorlage ist auf IFS Food Version 8 Kapitel 4.12.1 bis 4.12.3 ausgerichtet und verbindet die übergeordnete Fremdkörper-Risikobewertung mit HACCP, Wartung und Instandhaltung, Metalldetektion beziehungsweise Röntgen sowie Glas-, Hartplastik- und Holzmanagement.
Ihre Vorteile beim Fremdkörpermanagement IFS Food
- Auf IFS Food Version 8 ausgerichtet: Berücksichtigt das risikobasierte Verfahren zur Vermeidung von Fremdmaterialkontaminationen sowie die Anforderungen an den sicheren Umgang mit Chemikalien.
- Übergeordnete Risikosystematik: Potenzielle Fremdkörperquellen werden je Produktionslinie beziehungsweise Prozessschritt erfasst, bewertet und mit geeigneten Maßnahmen verknüpft.
- Schnittstelle zu HACCP und Detektion: Die Vorlage unterstützt die Entscheidung, ob Risiken präventiv, technisch oder gegebenenfalls über CCP-relevante Maßnahmen beherrscht werden.
- Direkt einsetzbar: Sofort-Download im MS Word Format, 100 % frei editierbar und ohne Abo-Zwang.
Warum Fremdkörpermanagement im IFS Food Audit wichtig ist
Ein Fremdkörpermanagement ist nur dann belastbar, wenn die tatsächlichen Kontaminationsquellen des jeweiligen Betriebs systematisch bewertet wurden. Eine Metalldetektion am Linienende ersetzt beispielsweise nicht automatisch die präventive Beherrschung vermeidbarer Fremdkörperquellen an Anlagen, Arbeitsbühnen, Rohrleitungen oder durch eingesetzte Materialien.
Die VA-4-21 setzt deshalb bereits an der Quelle an. Für relevante Produktionslinien und Prozessschritte werden potenzielle Fremdmaterialquellen identifiziert, Eintrittswahrscheinlichkeit und mögliche Auswirkungen bewertet und daraus geeignete bauliche, organisatorische oder technische Kontrollmaßnahmen abgeleitet.
Inhalte der Verfahrensanweisung Fremdkörpermanagement IFS Food
Fremdkörperquellen systematisch erfassen
Die Vorlage berücksichtigt mögliche Kontaminationsquellen aus Ausrüstung, Bauzustand, Verpackungsmaterialien, Personal und Umgebung. Auch Elemente oberhalb offener Produktzonen wie Rohrleitungen, Gehwege, Arbeitsbühnen oder Leitern werden abhängig von ihrer tatsächlichen Relevanz in die Bewertung einbezogen.
Die erkannten Quellen werden in einem zentralen Fremdkörper-Risikoregister dokumentiert und mit der betrieblichen Gefahrenanalyse verknüpft.
Risiken bewerten und geeignete Maßnahmen festlegen
Für jede relevante Kontaminationsquelle werden Eintrittswahrscheinlichkeit und mögliche Auswirkung bewertet. Anschließend werden geeignete Kontrollmaßnahmen festgelegt.
Die Auswahl richtet sich nach Produkt, Prozess, Expositionssituation und Risiko. Vorrangig wird geprüft, ob der Fremdmaterialeintrag bereits an der Quelle verhindert oder ausreichend reduziert werden kann. Technische Detektionssysteme werden dort eingesetzt, wo sie aufgrund der Gefahren- und Risikobewertung als zusätzliche oder erforderliche Maßnahme festgelegt wurden.
Fremdkörperereignisse sicher behandeln
Wird ein Fremdkörper im Produkt, Prozess oder produktnahen Bereich festgestellt beziehungsweise besteht ein begründeter Verdacht, wird zunächst verhindert, dass möglicherweise betroffene Produkte unbeabsichtigt weiterverarbeitet oder ausgeliefert werden.
Der mögliche Produkt- und Prozessumfang wird anhand von Fundort, Fremdmaterialart, Produktionszeitraum, Anlagenzustand und vorhandenen Rückverfolgbarkeitsinformationen eingegrenzt. Gleichzeitig wird die mögliche Herkunft des Fremdmaterials untersucht und bewertet, ob bestehende Risikobewertungen oder Kontrollmaßnahmen angepasst werden müssen.
Neue Kontaminationsquellen retrospektiv bewerten
Wird eine bislang nicht bekannte oder nicht ausreichend bewertete Kontaminationsquelle festgestellt, berücksichtigt die VA auch die mögliche Vergangenheit des Risikos. Dabei wird geprüft, ob bereits hergestellte oder ausgelieferte Produkte betroffen sein könnten.
Der relevante Betrachtungszeitraum kann anhand vorhandener Produktions-, Wartungs-, Reinigungs-, Kontroll-, Reklamations- und Rückverfolgbarkeitsdaten eingegrenzt werden. Ist eine eindeutige Eingrenzung nicht möglich, wird ein dem möglichen Produktrisiko angemessener vorsorglicher Betrachtungszeitraum zugrunde gelegt.
Chemikalienmanagement sicher in das Verfahren integrieren
Neben Fremdmaterialien berücksichtigt die Verfahrensanweisung auch die am Standort eingesetzten Chemikalien. Dazu gehören unter anderem Reinigungs-, Desinfektions-, Schmier-, Wartungs- und Laborchemikalien.
Die Vorlage regelt deren Eignung, Kennzeichnung, Lagerung, Handhabung und Zugriffssteuerung. Sicherheits- und Produktinformationen werden eindeutig zugeordnet und entsprechend den jeweils geltenden Anforderungen beziehungsweise bei relevanten Änderungen aktualisiert.
Chemikalien freigeben und Änderungen bewerten
Vor erstmaliger Verwendung einer neuen Chemikalie in produktions-, lager- oder produktnahen Bereichen wird geprüft, ob sie für den vorgesehenen Verwendungszweck geeignet ist und ob relevante Kontaminationsrisiken entstehen können.
Änderungen des eingesetzten Produkts, seines Einsatzbereichs oder der Anwendungsmethode werden daraufhin bewertet, ob bestehende Schutzmaßnahmen weiterhin ausreichend sind. Erforderliche Anpassungen an Arbeitsanweisungen, Reinigungsplänen, Registern oder der Gefahrenanalyse können anschließend gezielt vorgenommen werden.
Fremdkörper-Risikoregister und HACCP miteinander verknüpfen
Die Ergebnisse der Fremdkörper-Risikobewertung werden in einem zentralen Register dokumentiert. Erfasst werden unter anderem Kontaminationsquelle, Bewertung, Kontrollmaßnahme, Verantwortlichkeit, Status und letzte Überprüfung.
Die identifizierten Kontaminationsquellen werden anschließend mit der HACCP-Gefahrenanalyse abgeglichen. Dadurch wird bewertet, ob eine physikalische oder gegebenenfalls chemische Gefahr im HACCP-System weitergehend berücksichtigt werden muss und welche Beherrschungsmaßnahmen angemessen sind.
Einbindung in das IFS Food Managementsystem
Die VA-4-21 bildet den übergeordneten Rahmen für mehrere spezialisierte Fremdkörperprozesse. Dadurch werden präventive Anlagenkontrolle, technische Detektion, materialspezifische Fremdkörperkontrolle und Nichtkonformitätsmanagement systematisch miteinander verbunden.
- VA-2-04 – HACCP-Verfahren
- VA-4-06 – Wartung & Instandhaltung
- VA-4-10 – Fremdkörpermanagement (Metalldetektion / Röntgen)
- VA-4-22 – Glas-, Hartplastik-, Holz- und Fremdmaterialmanagement
- XL-4-07 – Glasbruchkataster
- CL-4-05 – Werkschutz-/Zutrittskontroll-Checkliste
- VA-5-03 – Nichtkonformitätsmanagement
Technische Daten und Lieferumfang
- Dokument: Verfahrensanweisung VA-4-21 – Fremdkörper- und Chemikalienmanagement
- Format: Microsoft Word (.docx), vollständig frei editierbar und an Produktionslinien, Kontaminationsquellen und betriebliche Verantwortlichkeiten anpassbar
- Umfang: 8 Seiten mit Risikosystematik, Fremdkörperquellen, Kontrollmaßnahmen, Ereignismanagement, retrospektiver Bewertung, Chemikalienmanagement, Risikoregister und HACCP-Schnittstelle
- Einsatzbereich: Qualitätsmanagement, Lebensmittelsicherheitsmanagement, HACCP-Team, Produktion, Instandhaltung, Lager und Einkauf in Lebensmittelunternehmen




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