Glasmanagement nach IFS Food sicher und risikobasiert steuern
Mit der Verfahrensanweisung Glasmanagement IFS Food regeln Sie den kontrollierten Umgang mit Glas, Hartplastik, zerbrechlichen Materialien und Holz in produktrelevanten Bereichen. Die VA-4-22 schafft einen strukturierten Rahmen für Ausschluss, Inventarisierung, Zustandskontrollen, Glasbruchereignisse, Verpackungsglas und den risikobasierten Umgang mit zulässigen Ausnahmen.
Die Vorlage ist auf IFS Food Version 8 Kapitel 4.12.7 bis 4.12.12 ausgerichtet und konkretisiert die übergeordnete Fremdkörpersystematik der VA-4-21 für diese besonders relevanten Materialgruppen.
Ihre Vorteile beim Glasmanagement IFS Food
- Auf IFS Food Version 8 ausgerichtet: Ausschluss, Kontrolle, Bruchmanagement, Verpackungsglas, visuelle Kontrollen und Holz werden in einem durchgängigen Verfahren zusammengeführt.
- Risikobasiertes Inventar: Relevante Glas-, Hartplastik- und zerbrechliche Elemente werden abhängig von Lage, Produktnähe, Zustand und Bruchrisiko erfasst und überwacht.
- Klare Reaktion im Bruchfall: Sperrung, Reinigung, Bewertung fehlender Fragmente, Produktbetroffenheit und Freigabe werden nachvollziehbar gesteuert.
- Direkt einsetzbar: Sofort-Download im MS Word Format, 100 % frei editierbar und ohne Abo-Zwang.
Warum Glasmanagement im IFS Food Audit wichtig ist
Glas- und Hartplastikrisiken müssen nicht nur grundsätzlich vermieden, sondern dort, wo ein vollständiger Ausschluss technisch nicht möglich ist, gezielt bewertet und beherrscht werden. Entscheidend ist daher, welche Elemente tatsächlich relevant sind, wie ihr Zustand überwacht wird und wie im Bruchfall verhindert wird, dass möglicherweise kontaminierte Ware freigegeben wird.
Die VA-4-22 verbindet hierzu präventive Kontrolle und Ereignismanagement. Relevante Elemente werden in einem Glasbruchkataster erfasst, Kontrollintervalle risikobasiert festgelegt und Bruchereignisse mit Sperr-, Reinigungs-, Bewertungs- und Freigabeschritten verknüpft.
Inhalte der Verfahrensanweisung Glasmanagement IFS Food
Glas, Hartplastik und zerbrechliche Materialien bewerten
Die Vorlage geht vom grundsätzlichen Ausschluss unnötiger Glas- und zerbrechlicher Materialien in produktrelevanten Bereichen aus. Wo deren Einsatz technisch oder betrieblich erforderlich ist, wird das daraus entstehende Risiko bewertet und durch geeignete Maßnahmen beherrscht.
Mögliche Maßnahmen können bruchsichere Ausführungen, Splitterschutz, geeignete Positionierung, physische Abschirmungen oder risikobasiert festgelegte Zustandskontrollen umfassen.
Glas- und Hartplastikinventar risikobasiert führen
Relevante Glas-, Hartplastik- und sonstige zerbrechliche Elemente werden abhängig von ihrer Lage und möglichen Bedeutung für eine Produktkontamination in das Glasbruchkataster beziehungsweise Inventar aufgenommen.
Für die Festlegung der Kontrollintervalle können insbesondere Materialart, Bruchverhalten, baulicher Zustand, Produktnähe, mechanische oder thermische Beanspruchung sowie bisherige Schadensereignisse berücksichtigt werden.
Glasbruchereignisse sicher beherrschen
Für den Glasbruchfall beschreibt die Verfahrensanweisung einen klaren Ablauf. Abhängig vom möglichen Kontaminationsrisiko werden der betroffene Bereich gesichert, erforderliche Produktionsschritte unterbrochen und der Umfang der zu isolierenden Ware festgelegt.
Die isolierte Ware wird als potenziell kontaminiert behandelt. Nach Reinigung und Kontrolle wird außerdem bewertet, ob alle relevanten Bruchstücke plausibel erfasst wurden oder ob fehlende Fragmente einen erweiterten Sperr- oder Untersuchungsumfang erforderlich machen.
Verpackungsglas im Produktionsprozess kontrollieren
Für Prozesse mit Verpackungsglas oder Glasbehältern werden risikobasierte Maßnahmen berücksichtigt. Dies betrifft beispielsweise Wenden, Umsetzen, Ausblasen, Spülen, Befüllen und Verschließen.
Beschädigte Behälter werden erkannt und ausgesondert, während nachfolgende Prozessschritte hinsichtlich möglicher weiterer Glasbruch- oder Kontaminationsrisiken bewertet werden.
Wiederanlauf nach Glasbruch sicher freigeben
Die Wiederaufnahme des betroffenen Prozesses erfolgt erst nach Abschluss der erforderlichen Reinigungs-, Kontroll- und Bewertungsmaßnahmen. Dabei werden unter anderem Anlagenzustand, schwer zugängliche Bereiche, gesperrte Produkte und gegebenenfalls fehlende oder nicht eindeutig zuordenbare Bruchstücke berücksichtigt.
Die Freigabe erfolgt durch die hierfür festgelegte autorisierte Funktion. Umfang und Form des Nachweises richten sich nach Bedeutung und Risiko des jeweiligen Ereignisses.
Holz in offenen Produktbereichen risikobasiert behandeln
Die Verfahrensanweisung berücksichtigt auch Holz als mögliche Fremdkörperquelle. Holzmaterialien werden in offenen Produktbereichen grundsätzlich vermieden, soweit von ihnen ein relevantes Kontaminationsrisiko ausgehen kann.
Ist der Einsatz von Holz technisch oder produktspezifisch erforderlich, beispielsweise bei traditionellen Reifeprozessen, wird das Risiko gezielt kontrolliert. Zustand, Sauberkeit und mögliche Splitterbildung werden dabei berücksichtigt.
Visuelle Kontrollen und Personalrotation organisieren
Werden Mitarbeitende für visuelle Fremdmaterialkontrollen eingesetzt, werden sie gezielt hinsichtlich Erkennungsmerkmalen, Meldewegen und Dokumentation geschult.
Zusätzlich sieht die VA eine angemessene Rotation vor, damit die Wirksamkeit manueller Sichtkontrollen nicht durch nachlassende Aufmerksamkeit beeinträchtigt wird. Das konkrete Rotationsintervall kann an Kontrollaufgabe, Arbeitsplatz und betriebliche Bedingungen angepasst werden.
Fremdfirmen, Besucher und Anlieferungen einbinden
Auch externe Dienstleister, Besucher und Anlieferungen werden in das Fremdmaterialmanagement einbezogen. Mitgebrachte Werkzeuge und Materialien werden entsprechend ihrer möglichen Produktsicherheitsrelevanz kontrolliert.
Holzpaletten sowie Glas- oder Hartplastikverpackungen können bereits beim Wareneingang auf ihren Zustand geprüft werden. Beschädigte Materialien mit erkennbarem Fremdkörperrisiko werden nicht unkontrolliert in produktnahe Bereiche verbracht.
Einbindung in das IFS Food Managementsystem
Die VA-4-22 konkretisiert die übergeordnete Fremdkörper-Risikologik und ist mit Nichtkonformitätsmanagement, Schulung und weiteren operativen Kontrollprozessen verbunden.
- VA-4-21 – Fremdkörper- und Chemikalienmanagement
- AA-4-01 – Verhalten bei Glas- und Hartplastikbruch
- CL-4-03 – Glasbruch-/Hartplastik-Checkliste
- XL-4-07 – Glasbruchkataster
- VA-3-02 – Schulung & Kompetenz
- FB-3-01 – Schulungsnachweis
- VA-5-03 – Nichtkonformitätsmanagement
Technische Daten und Lieferumfang
- Dokument: Verfahrensanweisung VA-4-22 – Glas-, Hartplastik-, Holz- und Fremdmaterialmanagement
- Format: Microsoft Word (.docx), vollständig frei editierbar und an eigene Produktionsbereiche, Materialien und Kontrollintervalle anpassbar
- Umfang: 7 Seiten mit Glas-/Hartplastikinventar, Zustandskontrollen, Verpackungsglas, Glasbruchverfahren, Wiederanlauf, Personalrotation, Holzmanagement und Kurzcheckliste
- Einsatzbereich: Qualitätsmanagement, Lebensmittelsicherheitsmanagement, Produktion, Instandhaltung, Reinigung, Wareneingang und Schichtleitung in Lebensmittelunternehmen



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