Food Fraud Verfahrensanweisung für IFS Food V8
Mit der Food Fraud Verfahrensanweisung bewerten Sie die Anfälligkeit Ihres Unternehmens gegenüber Lebensmittelbetrug systematisch und leiten risikobasierte Maßnahmen zum Schutz der Authentizität Ihrer Rohstoffe und Produkte ab. Die VA-2-09 ist auf IFS Food Version 8 Kapitel 4.20 ausgerichtet und verbindet die Food Fraud Vulnerability Assessment mit einem nachvollziehbaren Food Fraud Mitigation Plan.
Die vollständig editierbare Vorlage unterstützt Lebensmittelunternehmen dabei, mögliche Betrugsrisiken entlang der Lieferkette strukturiert zu untersuchen. Dabei werden unter anderem historische Betrugsfälle, wirtschaftliche Anreize, Lieferkettenkomplexität, geografische Risiken, Prüfbarkeit und bisherige Auffälligkeiten berücksichtigt.
Ihre Vorteile mit der Food Fraud Verfahrensanweisung
- Auf IFS Food Version 8 ausgerichtet: Die Verfahrensanweisung bildet einen strukturierten Prozess für Food Fraud Vulnerability Assessment und risikobasierte Minderungsmaßnahmen ab.
- Nachvollziehbare Risikobewertung: Rohstoffe und Lieferbeziehungen werden anhand definierter Untersuchungsbereiche bewertet und entsprechend ihrer Risikopriorität eingestuft.
- Auditrelevante Systematik: Bewertung, Mitigation Plan, Authentizitätsprüfungen und anlassbezogene Aktualisierung werden zu einem durchgängigen Verfahren verbunden.
- Direkt einsetzbar: Sofort-Download im MS Word Format, 100 % frei editierbar und ohne Abo-Zwang.
Food Fraud im IFS Food Audit nachvollziehbar bewerten
Eine Food Fraud Bewertung muss mehr leisten als die pauschale Einstufung eines Rohstoffs als geringes oder hohes Risiko. Entscheidend ist, dass die Bewertung anhand nachvollziehbarer Kriterien erfolgt und daraus angemessene Maßnahmen zur Risikominderung abgeleitet werden.
Genau hier setzt die VA-2-09 an. Die Vorlage beschreibt einen strukturierten Bewertungsprozess für Rohstoffe, Zutaten, Verpackungsmaterialien, Lieferbeziehungen und relevante ausgelagerte Prozesse. Damit lässt sich nachvollziehbar darstellen, warum ein bestimmtes Betrugsrisiko angenommen wurde und welche Konsequenzen sich daraus ergeben.
Inhalte der Food Fraud Verfahrensanweisung
Food Fraud Anfälligkeit systematisch untersuchen
Die Anfälligkeitsbewertung berücksichtigt unterschiedliche Faktoren, die Einfluss auf das Betrugsrisiko eines Rohstoffs oder einer Lieferbeziehung haben können. Dazu gehören dokumentierte Betrugsfälle bei vergleichbaren Rohstoffen, wirtschaftliche Anreize, Preisvolatilität, saisonale Verknappung und die Komplexität der Lieferkette.
Zusätzlich werden geografische Risiken, Möglichkeiten zur analytischen oder dokumentarischen Echtheitsprüfung sowie bisherige Auffälligkeiten aus Wareneingangskontrollen, Lieferantenaudits oder Analyseergebnissen berücksichtigt.
Risiken bewerten und priorisieren
Die Food Fraud Anfälligkeitsbewertung wird mit dem zugehörigen Food-Fraud-Vulnerability-Assessment-Tool durchgeführt. Die untersuchten Rohstoffe beziehungsweise Lieferbeziehungen werden anhand von Eintrittswahrscheinlichkeit und möglicher Auswirkung bewertet.
Aus der Bewertung ergibt sich eine Risikopriorität, anhand derer zwischen niedrigen, mittleren und hohen Risiken unterschieden wird. Dadurch können zusätzliche Maßnahmen gezielt auf diejenigen Rohstoffe und Lieferbeziehungen konzentriert werden, bei denen ein entsprechender Handlungsbedarf besteht.
Food Fraud Mitigation Plan ableiten
Aus den Ergebnissen der Anfälligkeitsbewertung werden erforderliche und angemessene Minderungsmaßnahmen abgeleitet. Art und Umfang richten sich nach der jeweiligen Risikoeinstufung.
Bei hohen Risiken werden geeignete Minderungsmaßnahmen verbindlich festgelegt. Bei mittleren Risiken wird anhand der konkreten Bewertung entschieden, ob zusätzliche Maßnahmen erforderlich sind. Die Umsetzung festgelegter Maßnahmen kann anschließend systematisch nachverfolgt werden.
Authentizitätsprüfungen risikobasiert festlegen
Bei entsprechend erhöhtem Risiko unterstützt die Verfahrensanweisung die Entscheidung, ob zusätzliche Maßnahmen zur Verifizierung der Authentizität erforderlich und angemessen sind.
Je nach Rohstoff und Risikosituation können beispielsweise Analysezertifikate des Lieferanten, eigene oder extern beauftragte Laboranalysen, Herkunfts- und Zertifizierungsnachweise oder Lieferantenaudits mit Schwerpunkt auf Rückverfolgbarkeit und Mengenbilanz berücksichtigt werden. Die Auswahl erfolgt risikobasiert und unter Berücksichtigung der verfügbaren Prüfmethoden.
Food Fraud und Food Defense klar voneinander abgrenzen
Die Vorlage grenzt Food Fraud ausdrücklich von Food Defense ab. Während Food Fraud auf einer wirtschaftlich motivierten Täuschung wie Substitution, Verfälschung oder falschen Herkunftsangaben basiert, betrachtet Food Defense vorsätzliche Handlungen mit dem Ziel einer Schädigung.
Dadurch bleiben Vulnerability Assessment und Threat Assessment methodisch getrennt, können organisatorisch jedoch sinnvoll miteinander sowie mit dem Lieferantenmanagement verknüpft werden.
Food Fraud Bewertung aktuell halten
Die Verfahrensanweisung berücksichtigt neben der planmäßigen Überprüfung auch Ereignisse, die eine erneute beziehungsweise vorzeitige Bewertung erforderlich machen können. Dazu zählen beispielsweise neue Rohstoffe oder Lieferanten, relevante bekannt gewordene Betrugsfälle, erhebliche Markt- oder Preisveränderungen und auffällige Ergebnisse aus Lieferantenaudits.
Auch der konkrete Verdacht auf verfälschte, gestreckte oder falsch deklarierte Rohstoffe wird behandelt. Die VA beschreibt die interne Eskalation, mögliche Bestandssperrung und erforderliche zusätzliche Prüfungen sowie die Schnittstelle zum Nichtkonformitäts- und Krisenmanagement.
Einbindung in das IFS Food Managementsystem
Die VA-2-09 ist nicht als isolierte Einzelregelung aufgebaut. Die Food Fraud Bewertung wird mit Lieferantenmanagement, Food Defense und weiteren relevanten Prozessen des Qualitäts- und Lebensmittelsicherheitsmanagementsystems verbunden.
- RL-0-01 – Geltungsbereich / Zertifizierungsumfang
- XL-2-06 – Food-Fraud-Vulnerability-Assessment-Tool
- PO-1-01 – Unternehmenspolitik
- VA-4-12 – Food Defence (TACCP)
- XL-4-04 – Food-Defence-Vulnerability-Assessment
- VA-2-10 – Lieferanten- und Rohstoffmanagement
- XL-2-07 – Lieferantenbewertung / Freigabeliste
Technische Daten und Lieferumfang
- Dokument: Verfahrensanweisung VA-2-09 – Food Fraud / Authentizität – Anfälligkeitsbewertung
- Format: Microsoft Word (.docx), vollständig frei editierbar und an eigene Rohstoffe, Lieferketten, Verantwortlichkeiten und Bewertungsverfahren anpassbar
- Umfang: 7 Seiten mit Prozessstammblatt, Bewertungsmethodik, Untersuchungsbereichen, Risikoeinstufung, Mitigation Plan, Authentizitätsprüfung, Verantwortlichkeiten und Kurzreferenz zu Risikofaktoren
- Einsatzbereich: Qualitätsmanagement, Lebensmittelsicherheitsmanagement, Einkauf, Produktentwicklung und verantwortliche Bewertungsteams in Lebensmittelunternehmen



Rezensionen
Es gibt noch keine Rezensionen.