Fremdkörpermanagement nach IFS Food sicher umsetzen
Mit der Verfahrensanweisung Fremdkörpermanagement IFS Food regeln Sie den Einsatz, die Prüfung und die Überwachung von Metalldetektions- und Röntgensystemen strukturiert und nachvollziehbar. Die VA-4-10 schafft einen klaren Prozess für die technische Fremdkörperkontrolle – von der Auswahl des geeigneten Detektionssystems über Testkörper und Prüffrequenzen bis zum sicheren Umgang mit Rejects und Funktionsstörungen.
Damit erhalten Lebensmittelunternehmen eine unmittelbar anpassbare Grundlage, um technische Detektionsmaßnahmen sinnvoll mit der HACCP-Gefahrenanalyse zu verbinden und die Funktionsfähigkeit der eingesetzten Systeme nachvollziehbar nachzuweisen.
Ihre Vorteile mit der Verfahrensanweisung Fremdkörpermanagement
- Auf IFS Food Version 8 ausgerichtet: Behandelt das Fremdkörpermanagement mit Metalldetektion und Röntgentechnik auf Grundlage der Anforderungen aus Kapitel 4.12.
- Durchgängige Prüfsystematik: Regelt Testkörper, Detektionsgrenzen, Empfindlichkeit, risikobasierte Prüffrequenzen und die Kontrolle des Rückweisungsmechanismus.
- Kritische Auditrisiken berücksichtigt: Definiert das Vorgehen bei Rejects, negativen Funktionstests und technischen Ausfällen einschließlich Sperrung und retrospektiver Produktbewertung.
- Direkt einsetzbar: Sofort-Download im MS Word Format, 100 % frei editierbar und ohne Abo-Zwang.
Fremdkörpermanagement im IFS Food Audit
Ein vorhandener Metalldetektor allein ist noch kein wirksames Fremdkörpermanagement. Entscheidend ist, ob die eingesetzte Detektionstechnologie zum tatsächlichen Produktrisiko passt, ihre Leistungsfähigkeit unter realen Produktionsbedingungen nachgewiesen wird und bei einer Fehlfunktion klar geregelt ist, welche Produkte möglicherweise betroffen sind.
Im Audit kann daher insbesondere relevant sein, wie Detektionsgrenzen festgelegt, Testkörper ausgewählt, Funktionsprüfungen durchgeführt und Ergebnisse dokumentiert werden. Ebenso wichtig ist der Nachweis, dass nicht nur die Erkennung selbst, sondern auch die tatsächliche Ausschleusung des betroffenen Produkts funktioniert.
Die VA-4-10 bildet hierfür einen durchgängigen Prozess und verbindet die technische Fremdkörperkontrolle mit HACCP, Wartung, Nichtkonformitätsmanagement, Rückverfolgbarkeit und Krisenmanagement.
Inhalte der Verfahrensanweisung Fremdkörpermanagement IFS Food
Metalldetektion und Röntgentechnik risikobasiert einsetzen
Die Auswahl des geeigneten Detektionssystems richtet sich nach dem produktspezifischen Fremdkörperrisiko. Während Metalldetektoren auf metallische Fremdkörper ausgerichtet sind, können Röntgensysteme abhängig von Produkt, Verpackung und Technik auch bestimmte nichtmetallische Fremdkörper erkennen.
Die VA berücksichtigt deshalb die Ergebnisse der HACCP-Gefahrenanalyse und fordert eine nachvollziehbare Begründung für die gewählte Technologie. Auch die Positionierung der Detektionsstelle innerhalb des Produktionsprozesses und mögliche Kontaminationsrisiken nach der Detektion werden einbezogen.
Testkörper, Detektionsgrenzen und Prüffrequenzen
Die Funktionsprüfung erfolgt mit festgelegten Testkörpern beziehungsweise Prüfstandards. Dabei wird nicht nur geprüft, ob das System den Testkörper erkennt, sondern auch, ob der Rückweisungsmechanismus tatsächlich ordnungsgemäß auslöst.
Für relevante Produkte oder geeignete Produktgruppen werden Detektionsgrenzen unter Berücksichtigung der Gefahrenanalyse und der technisch erreichbaren Leistung festgelegt. Produkteffekt, Verpackung, Fördergeschwindigkeit, Fremdkörperposition und Eigenschaften des eingesetzten Systems können dabei berücksichtigt werden.
Auch die Prüffrequenz wird risikobasiert bestimmt. Produktionsdauer, mögliche Produktmenge seit der letzten erfolgreichen Prüfung, bisherige Störungen sowie relevante Wartungs-, Reparatur- oder Einstellarbeiten fließen in die Festlegung ein.
Rejects und Funktionsstörungen sicher beherrschen
Für jede Auslösung des Detektionssystems legt die Verfahrensanweisung einen definierten Ablauf fest. Zurückgewiesene Produkte werden separat gesammelt, bewertet und die Auslösung im vorgesehenen Prüfprotokoll dokumentiert.
Besonders wichtig ist das Vorgehen bei einem negativen Funktionstest: Erkennt das System einen vorgesehenen Testkörper nicht oder fällt die Detektion aus, wird die betroffene Produktionslinie gestoppt. Die seit der letzten nachweislich erfolgreichen Prüfung hergestellte Ware wird gesperrt und einer retrospektiven Bewertung unterzogen.
Metalldetektor und Röntgensystem in das HACCP-System einbinden
Die VA legt nicht pauschal fest, dass jedes Detektionssystem ein CCP sein muss. Die Einstufung ergibt sich aus der betrieblichen Gefahrenanalyse. Wird ein Metalldetektor oder Röntgensystem als kritischer Lenkungspunkt eingestuft, greifen zusätzlich die entsprechenden Anforderungen der HACCP-Systematik.
Dadurch bleibt die Vorlage für unterschiedliche Produktionsprozesse einsetzbar und ermöglicht Unternehmen, die tatsächliche Bedeutung der Detektionsmaßnahme innerhalb ihres eigenen HACCP-Konzepts abzubilden.
Umgang mit zurückgewiesenen Produkten
Zurückgewiesene Produkte werden bis zur abschließenden Bewertung gesperrt und getrennt von freigegebener Ware behandelt. Prüfung, Freigabe, Nacharbeit oder Entsorgung dürfen nur durch entsprechend autorisierte Personen erfolgen.
Kann ein relevantes Fremdkörperrisiko nicht zuverlässig ausgeschlossen werden, erfolgt die weitere Behandlung über das Nichtkonformitätsmanagement. Bei bereits ausgelieferter möglicherweise betroffener Ware stellt die VA zusätzlich die Verbindung zu Rückverfolgbarkeit und Rückruf her.
Retrospektive Bewertung bei negativem Funktionstest
Ein negativer Funktionstest kann bedeuten, dass das Detektionssystem bereits vor der eigentlichen Feststellung nicht ordnungsgemäß gearbeitet hat. Deshalb beschränkt sich die VA nicht auf die technische Reparatur des Systems.
Die betroffene Produktmenge wird bis zur letzten nachweislich bestandenen Prüfung zurückverfolgt und bewertet. Abhängig von der Situation können eine erneute Prüfung durch ein funktionsfähiges System, eine weitere Sperrung oder – bei bereits ausgelieferter Ware – die Prüfung eines möglichen Rückrufs erforderlich werden.
Einbindung in das IFS Food Managementsystem
Die VA-4-10 verbindet die technische Fremdkörperkontrolle mit weiteren relevanten Prozessen des Lebensmittelsicherheits- und Qualitätsmanagementsystems. Damit wird Fremdkörpermanagement nicht als isolierte Maschinenkontrolle behandelt.
- FB-4-07 – Prüfprotokoll Metalldetektor / Röntgen
- VA-2-04 – HACCP-Verfahren
- VA-4-06 – Wartung & Instandhaltung
- XL-5-05 – Kalibrierplan / -register
- VA-5-03 – Nichtkonformitätsmanagement
- VA-4-14 – Rückverfolgbarkeit & Rückruf
- VA-5-09 – Krisenmanagement
Technische Daten und Lieferumfang
- Dokument: Verfahrensanweisung VA-4-10 – Fremdkörpermanagement (Metalldetektion / Röntgen)
- Format: Microsoft Word (.docx), vollständig frei editierbar und an Produkte, Produktionslinien und vorhandene Detektionssysteme anpassbar
- Umfang: 7 Seiten mit Prozessstammblatt, Detektionssystemen, CCP-Einstufung, Testkörpern, Prüffrequenzen, Reject-Management, retrospektiver Bewertung und Kurzcheckliste
- Einsatzbereich: Qualitätsmanagement, Lebensmittelsicherheitsmanagement, HACCP-Team, Produktion, Qualitätskontrolle und Instandhaltung in Lebensmittelunternehmen



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