HACCP Validierung und Verifizierung nach IFS Food V8
Eine fachlich belastbare HACCP Validierung zeigt, ob festgelegte Lenkungsmaßnahmen tatsächlich geeignet sind, identifizierte Gefahren wirksam zu beherrschen. Die Verfahrensanweisung VA-2-12 schafft dafür eine strukturierte Systematik und grenzt die Validierung klar von der laufenden Verifizierung des HACCP-Systems ab. Sie berücksichtigt IFS Food Version 8 Kapitel 2.3.11, Codex-Grundsatz 6 sowie ergänzend die entsprechenden Anforderungen der ISO 22000:2018.
Die Vorlage unterstützt HACCP-Teams dabei, geeignete Validierungsgrundlagen auszuwählen, Verifizierungsaktivitäten risikobasiert festzulegen und eindeutig zu entscheiden, wann eine Revalidierung erforderlich wird. Damit entsteht ein nachvollziehbarer Prozess von der fachlichen Absicherung einer Lenkungsmaßnahme bis zur regelmäßigen Überprüfung ihrer Wirksamkeit im betrieblichen Alltag.
Ihre Vorteile bei Validierung und Verifizierung
- Klare Methodentrennung: Validierung und Verifizierung werden fachlich eindeutig voneinander abgegrenzt und mit unterschiedlichen Nachweisen verbunden.
- Risikobasierte Verifizierung: Art, Umfang und Häufigkeit der Prüfungen können passend zur Bedeutung der jeweiligen Lenkungsmaßnahme festgelegt werden.
- Nachvollziehbare Revalidierung: Änderungen, auffällige Verifizierungsergebnisse und neue Erkenntnisse werden als mögliche Auslöser einer erneuten fachlichen Bewertung berücksichtigt.
- Direkt einsetzbar: Sofort-Download im MS Word Format, 100 % frei editierbar und ohne Abo-Zwang.
Validierung und Verifizierung im HACCP-Audit
Vollständige Kontrollaufzeichnungen allein belegen noch nicht, dass eine Lenkungsmaßnahme fachlich geeignet ist, die zugrunde liegende Gefahr tatsächlich zu beherrschen. Genau deshalb unterscheidet die Vorlage konsequent zwischen Validierung und Verifizierung.
Bei der Validierung steht die grundsätzliche Eignung einer Kontrollmaßnahme im Mittelpunkt. Abhängig von Verfahren und Risiko können dafür beispielsweise anerkannte Fachliteratur, wissenschaftliche Veröffentlichungen, behördliche Leitlinien, Herstellerunterlagen, betriebliche Leistungsnachweise, Versuchsreihen oder Challenge-Tests herangezogen werden. Die Verifizierung beantwortet dagegen die Frage, ob der HACCP-Plan und seine Maßnahmen im tatsächlichen Betrieb wie vorgesehen funktionieren.
Die VA-2-12 unterstützt damit eine nachvollziehbare HACCP-Systematik, bei der nicht lediglich Kontrollen dokumentiert werden, sondern auch die fachliche Grundlage der Gefahrenbeherrschung überprüfbar bleibt.
Inhalte der Verfahrensanweisung
HACCP Validierung und Revalidierung
Die Vorlage beschreibt, wie geeignete Validierungsgrundlagen abhängig von Gefahr, Kontrollmaßnahme und Prozess ausgewählt und dokumentiert werden. Dabei werden reale Betriebsbedingungen berücksichtigt. Eine Revalidierung wird insbesondere bei relevanten Änderungen oder dann betrachtet, wenn Verifizierungsergebnisse, Abweichungen oder neue Erkenntnisse Zweifel an der bisherigen Wirksamkeit begründen.
Risikobasierte Verifizierung
Als mögliche Verifizierungsaktivitäten werden unter anderem die unabhängige Prüfung von Überwachungsaufzeichnungen, Kalibrierungen, interne Audits, Begehungen, Probenahmen und Analysen sowie die Auswertung von Abweichungen, Nichtkonformitäten und Beschwerden berücksichtigt. Die Verifizierungsfrequenz wird risikobasiert festgelegt und kann anhand der tatsächlichen Ergebnisse angepasst werden.
Umgang mit auffälligen Verifizierungsergebnissen
Die Verfahrensanweisung unterscheidet zwischen einzelnen Abweichungen, wiederkehrenden Befunden und Erkenntnissen, die Zweifel an der grundsätzlichen Eignung einer Lenkungsmaßnahme auslösen. Dadurch wird nachvollziehbar festgelegt, wann eine Korrekturmaßnahme genügt und wann eine erneute fachliche Bewertung beziehungsweise Revalidierung erforderlich ist.
Integration in das HACCP-System
Die Verfahrensanweisung ist mit den zugehörigen HACCP-Nachweisen und weiteren Prozessen des Managementsystems verknüpft. Validierungs- und Verifizierungsergebnisse können dadurch systematisch dokumentiert, Änderungen berücksichtigt und erkannte Abweichungen in die vorgesehenen Verbesserungsprozesse überführt werden.
- VA-2-04 – HACCP-Verfahren
- FB-2-05 – Validierungsbericht HACCP-Plan
- FB-2-06 – Revalidierungsprotokoll bei Änderungen
- XL-2-04 – HACCP-Plan / CCP-Übersicht
- XL-0-04 – PRP-Register mit Verifizierungsplan
- XL-2-09 – HACCP-Konzept / Gesamtübersicht
- VA-4-18 – Änderungsmanagement
- VA-5-03 – Nichtkonformitätsmanagement
- VA-5-04 – Korrektur- und Vorbeugemaßnahmen
Technische Daten und Lieferumfang
- Dokument: Verfahrensanweisung VA-2-12 – Validierung & Verifizierung des HACCP-Systems
- Format: Microsoft Word (.docx), vollständig frei editierbar und an die betrieblichen Gegebenheiten anpassbar
- Umfang: 6 Seiten mit Prozessstammblatt, Validierungsmethodik, Revalidierungsanlässen, Verifizierungsaktivitäten, risikobasierter Frequenzsteuerung, Eskalationslogik und Verantwortlichkeiten
- Einsatzbereich: HACCP-Teams, Qualitätsmanagement, Lebensmittelsicherheitsbeauftragte sowie verantwortliche Fachbereiche in Lebensmittelunternehmen




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